Mali gehört zu den Hoffnungsträgern Schwarzafrikas, obwohl es eines der ärmsten Länder der Welt ist. Zwei Drittel des Staatsgebietes liegen im Sahel oder der Sahara. Die Landwirtschaft ist von den jährlichen Niederschlägen und Umweltbedingungen abhängig, die von Jahr zu Jahr stark variieren.
Die Armut in Mali betrifft vor allem die ländliche Bevölkerung, in erster Linie die Frauen. Insbesondere in den Wüstenregionen im Norden Malis ist die Produktion von Grundnahrungsmitteln problematisch. Die klimatisch schwierigen Bedingungen und die begrenzten natürlichen Ressourcen verhindern, dass ausreichend Getreide angebaut werden kann. Zudem hat die Bevölkerung aufgrund schlechter Infrastruktur und Armut einen eingeschränkten Zugang zu den ohnehin wenigen Nahrungsmitteln.
Schon lange unterstützt die Welthungerhilfe die Landbevölkerung Malis mit unterschiedlichen Projekten. Eines davon ist das Projekt "Integrierte Entwicklung in ländlichen Gebieten im Norden Malis", das im Jahr 2006 ins Leben gerufen wurde. Es soll den Menschen helfen, ihre Ernährungsgrundlage und somit ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Die Bevölkerung wird bei der Inbetriebnahme von Brunnen und Kleinstaudämmen, bei Erosionsschutzmaßnahmen und bei der Anlage und Bewässerung von Gemüsegärten unterstützt. Frauengruppen werden beraten, um über Gemüseanbau und -verkauf ihre Familien besser zu ernähren und mehr Einkommen zu erwirtschaften. Die Welthungerhilfe organisiert in Zusammenarbeit mit den kommunalen Gesundheitszentren Informationsveranstaltungen zu gesundheitlich sensiblen Themen wie Kinderernährung und Hygiene. Zudem werden in der Region von Timbuktu Nomadenkinder, die zur Schule gehen, sowie ihre Gasteltern, die ihnen den Schulbesuch während eines ganzen Schuljahres ermöglichen, mit Nahrungsmittelrationen unterstützt.
Schon nach kurzer Zeit waren erste Erfolge sichtbar: Die Dorfgemeinschaften und Frauengruppen konnten mehr Gewinn erwirtschaften und ihre Ernährung, insbesondere die der Kleinkinder, verbessern.

