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Gewinner
Peru - facettenreich und voller Kontraste

Die Gewinner des 2. Internationalen Modewettbewerbs WeltGewänder haben im Februar 2008 in Lima Projekte der Welthungerhilfe, Textilhersteller und peruanische Modeschulen kennen gelernt. Die Projektfahrt hinterließ bleibende Eindrücke bei den neun Studenten: "Nach zehn Tagen Peru komme ich voller Impressionen und Erfahrungen nach Hause. Ich möchte mich bei der Welthungerhilfe bedanken für diesen wunderbaren Preis. Diese Reise ist mit Geld nicht aufzuwiegen", sagt Christina Modersohn von der Fachhochschule Bielefeld.

Ein wichtiges Ziel der Fahrt: Verstehen, was Entwicklungszusammenarbeit bedeutet. Wie arbeitet die Welthungerhilfe konkret vor Ort? Was tut sie für die Menschen? Die Studenten besichtigten Projekte im Erdbebengebiet bei Chincha und im Armenviertel von Lima. "Ich bin sehr beeindruckt, was die Welthungerhilfe macht - es geht nicht nur darum, die Menschen mit Essen zu versorgen, sondern sie zu ermutigen, selbstständiger zu werden und für ihre Rechte einzutreten", sagt Janosch Mallwitz von der Universität der Künste, Berlin.

Ein Höhepunkt der Reise war für die Studenten die Modenschau in der peruanischen Modeschule CEAM, bei der auch WeltGewänder-Modelle präsentiert wurden. "Es war sehr interessant zu sehen, wie die Mode hier funktioniert", sagt Miriam Kruse aus Hamburg. "Die Designer arbeiten mit derselben Technik wie wir, aber die Ästhetik ist anders. Wir mögen alltagstaugliche Outfits, den casual look. Die peruanischen Kollektionen sind auffallend und extravagant."

In Lima hat man dieses neue Projekt, das Mode und Entwicklungszusammenarbeit verbindet, mit Interesse aufgenommen. Der "Comercio", die größte Tageszeitung Perus, schrieb: "Dank der Aktion WeltGewänder erobern peruanische Stoffe deutsche Laufstege und lassen Spenden für die die Entwicklungshilfe fließen...Die Modedesigner nehmen Kontakte, Erfahrungen, Freundschaften und Ideen für neue Modelle mit nach Hause. Und einen allgemeinen Eindruck vom Land, der sie etwas betrübt macht: Dieses Riesenmaß an sozialer Ungleichheit, das offen gestanden, doch schon längst aus der Mode sein sollte."

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